Waldbegehung am 28.04.22

Frank Zabel erläutert die Pläne zur Wiederaufforstung

Hitze, zu trockene Sommer, Buchdrucker, Saatgutmangel, Naturverjüngung, temporäre Kleingewässer, Äsungsflächen sowie Blößen und natürlich die Zukunft des Selterser Waldes an sich - es gab viel zu berichten und zu entdecken während der letzten Waldbegehung mit unserem Revierförster Frank Zabel. Die unterschiedlichen Methoden zur Vorbereitung von Freiflächen für die Wiederauffortstung waren sogar Thema einer Bachelor-Arbeit!

Zwischen Tannenhof und Hessenstraße erklärte unser Baumexperte die Vor- und Nachteile von Naturverjüngung, warum bei Pflanzungen inzwischen Holzgatter statt Plastik oder Metalldraht als Verbissschutz verwendet werden und weshalb eine Kiefer im Rhein-Main-Gebiet andere Bedingungen vorfindet als wenige Kilometer weiter im Hintertaunus.

Die Waldbegehungen sind immer wieder interessant und jedesmal entdeckt man neue Aspekte. Außerdem ist man mit netten, naturbegeisterten Menschen zusammen an der frischen Luft und als Kommunalpolitiker kann man einiges lernen, was bei Debatten in der Gemeindevertretung zum Forst hilfreich sein kann (wenn man denn richtig zuhört).

Neuanpflanzungen: Die Abstände der Setzlinge und regelmäßige Kontrollen sind wichtig. In Selters gibt es keine Plastikröhren, sondern Holzgatter als Hilfe zum Anwachsen - die verrotten nämlich natürlich und werden irgendwann zu Humus.

Im nächsten Frühjahr ist eine Pflanzaktion mit der Bevölkerung geplant. Die nächste Waldbegehung findet voraussichtlich am 8. Oktober statt. Im Hessenfernsehen gab es übrigens lustigerweise genau am Abend des 28.04. nach dem Live-Bericht vor Ort noch eine interessante Reportage zur "Zukunft des Waldes", hier der Link: https://www.ardmediathek.de/video/doku-und-reportage/die-zukunft-des-waldes-der-wald-der-zukunft/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMzIxMzU

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